Anfang Juni 2017 waren zehn Schülerinnen und Schüler des EBKs zu Besuch in Konin, unserer Partnerstadt in Polen. Die deutsch-polnische Partnerschaft besteht bereits seit über 15 Jahren. Vor Ort erfreuten sich die SuS an der typisch polnischen Gastfreundschaft. Unter anderem besichtigten  wir die Hauptstadt Polens, wo wir auch das Stadion der Fuballmanschaft "Legia Warschau" besuchten. Neben einem Lagerfeuer und einem Freundschaftsspiel gegen die momentan erstplatzierte Mannschaft im Frauenfußball "Medi Konin" boten sich unseren SuS zahlreiche Aktivitäten an.

 

     

 

 

Am Dienstag, den 20. Juni 2017 fand am Emschertal-Berufskolleg das Theaterstück „Hochzeit unter Strom“ statt, das von dem Puppentheater „Wilde Hummel“ aus Bochum in Zusammenarbeit mit dem „HalloDu-Theater“ entwickelt und von der Firma Innogy gesponsert wurde.

Kindern im Alter von vier Jahren wurde ein bewusster Umgang mit Strom in einem interaktiven Theaterstück vermittelt. Auch Studierende der Fachschule für Sozialpädagogik des Emschertal-Berufskollegs nahmen an dem Theaterstück teil. In einer anschließenden Diskussion mit den Darstellern wurden der Lerneffekt sowie der Lebensweltbezug des Stückes für die Kinder besprochen, um derartig auch einen pädagogischen Lernzuwachs für die Studierenden zu ermöglichen. Das Theaterstück wusste durch die kindgerechte und interaktive Vermittlung des Themas die jüngere und auch die ältere Generation zu überzeugen.

In der vergangenen Woche fand am Emschertal-Berufskolleg das Projekt Kultur und Schule statt, das in diesem Jahr das Ziel verfolgte, eine neue Sitzbank für das EBK zu errichten. Der Steinmetz B. Welter hatte dazu bereits Vorstellungen ausgearbeitet, die er in Kooperation mit Schülern einer internationalen Förderklasse und ihren Ideen umsetzte. Die Schüler lernten dabei Arbeiten aus verschiedenen Handwerken, wie beispielsweise der Tischlerei, Malerei sowie das Schmiede- und Steinmetzhandwerk kennen. Das Projekt war eine spannende Abwechslung zum Schulalltag mit einem tollen Ergebnis, das durch die gute Zusammenarbeit zwischen Herr Welter und der Internationalen Förderklasse erreicht wurde.

Die Abschlussklasse der Berufsfachschule „Staatlich geprüfte(r) Kinderpfleger(in) stellte am Donnerstag, den 27.04.2016 das Ergebnis ihres Theaterprojektes vor. In verschiedenen Fächern erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Wochen intensiv das nötige Wissen und die künstlerischen Fähigkeiten, um ein kindgerechtes Handpuppentheaterstück präsentieren zu können. Zusammen mit der integrativen Tageseinrichtung „Däumling“ für Kinder Dahlhauser Str. 65a in Herne haben es die Lehrerinnen Angela Waßmann, Britta Trachte und Miriam Weber vom Emschertal-Berufskolleg in Herne ermöglicht, dass die angehenden Kinderpfleger und Kinderpflegerinnen ihr Projekt mit viel Elan und Freude zu einem erlebnisreichen Höhepunkt für die Augen und Ohren der Kinder machen konnten. Insgesamt präsentierte die Klasse der Einrichtung drei verschiedene Stücke zu den Themen: Komm mit in meinen Traum, Verkehrserziehung mit Polizistin Patti und der Zahnarztbesuch von Emilia.

Foto: EBK Herne

Herne ist die erste Stadt in NRW, in der alle weiterführenden Schulen am Talentscouting teilnehmen. OB sieht Stadt als Chancenhochburg.

Herne ist landesweit an der Spitze! Die Stadt ist die erste Kommune in Nordrhein-Westfalen, in der alle weiterführenden Schulen - Gymnasien, Berufskollegs und Gesamtschulen - mit dem Talentscouting kooperieren. Ziel dieses Scoutings ist es, jungen Menschen unabhängig von Einkommen, Bildungsstand oder Herkunft gleiche Bildungschancen zu eröffnen. NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze überreichte gestern den zehn beteiligten Schulen im Rathaus eine Plakette, die künftig an den Schulen auf das Talentscouting hinweist.

Noch immer entscheide die Herkunft viel zu sehr über die Zukunft, so Schulze. Diese Tatsache könne nicht zufriedenstellen. Deshalb habe die Landesregierung das Projekt auf ganz NRW ausgeweitet. Bis zum Jahr 2020 stellt das Wissenschaftsministerium 6,4 Millionen Euro zur Verfügung. Das sei gut angelegtes Geld, denn es sei ein Beitrag zu einer besseren Chancengleichheit. „Wir wollen die jungen Menschen auf ihrem Weg begleiten, dafür brauchen wir das persönliche Engagement der Talentscouts.“ Und mit Blick auf die Vorreiterrolle Hernes sagte Schulze: „Im Gegensatz zu den Regeln in der Wissenschaft ist kopieren in diesem Fall erlaubt.“

OB: Balsam auf die Herner Seele

Für Oberbürgermeister Frank Dudda war die Verleihung der Plaketten - und damit die Würdigung des Projekts - ein wenig „Balsam auf die Herner Seele“, stand die Stadt in den vergangenen Tagen doch wegen seiner angeblich unterdurchschnittlichen Entwicklung im Fokus der Öffentlichkeit. Man solle nicht so sehr in die Vergangenheit schauen, sondern in die Zukunft. Das Talentscouting sei ein Meilenstein in der Stadtentwicklung, die Auszeichnung der Schulen sieht er als kraftvolles Signal. „Herne soll eine Chancenhochburg werden!“ Das Heben von Talenten werde sich in Zukunft auszahlen.

Prof. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, an der das Projekt „erfunden“ wurde, betonte, dass beim Talentscouting nicht über Menschen geforscht, sondern mit Menschen gearbeitet werde. In Herne habe man die Chance gehabt, alles, was mit Talentförderung zu tun habe, zu bündeln - zum Beispiel durch die Ansiedlung des Talentkollegs. Er schlug einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit allen Beteiligten vor.

Haranni-Schulleiterin lobt das Projekt

Nicole Nowak, Schulleiterin des Haranni-Gymnasiums, lobte das Projekt unter anderem deshalb, weil es keine Hemmschwellen aufbaue. Die Jugendlichen würden an entscheidenden Stellen ihres Bildungsweges abgeholt, Ängste und Unsicherheit abgebaut. Nowak: „Es ist eine Erfolgsgeschichte, die sich fortschreiben lassen sollte.“

von Tobias Bolsmann, WAZ vom 02.03.2017