"INVET" steht für "Informal Vocational Education of Travellers". Unser Ziel: Jugendliche Schausteller können ihre außerhalb des formalen Bildungssystems in den Familienbetrieben erworbenen beruflichen Kompetenzen mit Hilfe der niederländischen EVC-Methode feststellen lassen.

Wie bei allen Reisenden ist die Ausbildung von Schaustellern schwierig, auch hinsichtlich ihrer beruflichen Ausbildung. Die berufliche Bildung von Schaustellerkindern und -jugendlichen ist durch die Reisetätigkeit der Eltern ständigen Wechseln unterworfen. Obwohl in den meisten Fällen die allgemeine Schulpflicht erfüllt wird, fehlen ihnen doch häufig die erforderlichen Nachweise von erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Schon früh werden sie in den Familienbetrieb integriert und leisten dort ihren Beitrag zum Betriebserfolg. Ihre berufliche Ausbildung ist traditionell geprägt vom Prinzip "learning by doing" in der Familie. Professionelles Know-how in technischen und kaufmännischen Fächern wird jedoch auch im Schaustellergewerbe darüber entscheiden, ob ein Betrieb lebensfähig ist oder nicht. Zudem fehlen den Jugendlichen so die entsprechenden Zertifikate für jegliche Art von Bildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen oder Beschäftigungsmöglichkeiten in anderen Berufsbereichen, die anerkannte Qualifikationen erfordern. Trotzdem mangelt es aber bisher in ganz Europa an geeigneten Unterrichtsangeboten im berufsbildenden Bereich für Jugendliche aus Schaustellerfamilien. Laut Aussagen der deutschen Schaustellerverbände gibt es allein derzeit in Deutschland ca. 5000 Kinder und Jugendliche, die in den nächsten Jahren in die elterlichen Betriebe hineinwachsen. Das Projekt ermöglicht Jugendlichen, berufliche Bildungsmaßnahmen zu ergreifen, um die persönlichen und betrieblichen Zukunftschancen zu verbessern und den ganzen Berufsstand zukunftsfähig zu gestalten.

Lesen Sie mehr....

Quelle: http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/i/invet_de/